Großübung mit Zeltlager

Ein verlängertes Wochenende bietet vielerlei Gestaltungsmöglichkeiten. Endlich hat hätte man vielleicht mal genug Zeit für einen gründlichen Hausputz, man könnte alternativ einen Kurzurlaub machen und einfach mal ein bisschen die „Seele baumeln lassen“, oder ….. man kombiniert beide Aspekte (energisches Tätigwerden und Kurztrip) und fährt auf ein Übungswochenende. In diesem Fall zusammen mit Katastrophenschutzeinheiten, THW, JUH und Feuerwehr.

Einige Teilnehmer am Wochende auf dem Parkplatz.

In bunten Marschkolonnen ging es in einer mehrstündigen Fahrt zum Zielort, wo als erstes die Großraumzelte zügig zusammengepuzzelt wurden. Der Zusammenbau der Feldbetten erfolgte bei vielen dann unter leisem Gefluche, lassen sich die Streben an Kopf- und Fußende doch oft nur wiederwillig in ihre Position bringen.

Nach einer kleinen Stärkung ging es an die ersten Ausbildungsveranstaltungen. Für uns stand eine Auffrischung in Erster Hilfe auf dem Programm, wo auch mal jeder mit einer Blutdruckmanschette und einem Stethoskop mit „Zweithöhrer“ (für den Ausbilder) an einem Freiwilligen den Blutdruck messen konnte. Sehr spannend, und auch wenn Sanis darüber vermutlich nur müde lächeln, hat es uns einen Riesenspaß gemacht.

Abends gab es dann die erste Warmverpflegung von der gemischten THW-/KatSchutz-Verpflegungsgruppe: Nudeln mit Bolognese, sehr lecker! Kaum war man pappsatt und eigentlich noch bewegungsunfähig, galt es eine Nachtübung zu bewältigen. MANV, mit Personensuche im stockdunklen Wald und hysterischen Laiendarstellern, die ihre Rollen wohl ab und an etwas zu ernst nahmen und gar nicht wieder „runter“ kamen.

\

Weit nach Mitternacht fielen die meisten Teilnehmer abgekämpft in ihre Schlafsäcke. Die eiskalte Nacht wurde überwiegend gut überstanden, und nach einem guten Frühstück mit viel Kaffee ging es auf zur nächsten Runde. Die meisten Facheinheiten übten für sich oder hielten kleine Ausbildungen ab.

Bau einer Abstützung durch das THW

Auskleiden aus CSA

Zum Mittag übertraf sich dann die Küchencrew selber. Putencurry mit Reis in Großküchenmengen, und das superlecker und auf den Punkt. Spitze!

Helm mit charakteristischer Kennzeichnung.

Nachmittags folgte die nächste gemeinsame Großübung, diesmal mit Brandbekämpfung, Verletztenbergung, Dekontamination und Behandlung. Der anschließende Abbau dauerte für einige Einheiten materialbedingt deutlich länger als Aufbau und Übung, so dass eine Facheinheit leider die Abschlussreden verpasste …

Am kommenden Morgen stand der Abbau des Lagers auf dem Programm, bevor man sich auf die Rückfahrt machen konnte. Wie auf der Hinfahrt auch, gab es auf einem Rastplatz einen kurzen technischen Halt zur Kontrolle der Fahrzeuge und um einen Toilettenbesuch zu ermöglichen. (In diesem Zusammenhang übrigens ein nicht unwichtiger Aspekt am Rande: Die neuen „Komfort-WC“ (wo man erst für 0,50 € an einem Durchlasskreuz ein Ticket ziehen muss welches man später im Shop einlösen kann), die es inzwischen an den meisten Autobahnraststätten gibt, lassen sich ziemlich schwer überreden, für ein paar Euro Trinkgeld mal eben mehrere Dutzend Leute „durchzuwinken“ – Ehrenamt hin oder her. Auf dem HInweg hat das dank einer netten Klofrau, die die Anlage betreute, noch geklappt, auf dem Rückweg beim Kollegen schon nicht mehr. )

Gegen Mittag kamen alle wieder wohlbehalten am Heimatstandort an. Bevor man sich allerdings in die Erholungsphase verabschieden konnte, mussten erst noch Material und Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht werden, so dass am späten Nachmittag ein anstrengendes aber auch anregendes Übungswochenende zu Ende ging.

Bis zur nächsten Veranstaltung in ein paar Jahren, bis dahin „munter bleiben“! ;-)

2 Antworten

  1. Nochmals grosses Lob an alle die an den Mahlzeiten beteiligt waren. Das Essen war richtig gut, Kompliment.
    Gruss ein Esskritiker

  2. Geil, mein Helm ist auch drin. Essen haben wir alle aber auch richtig gut hingekriegt. Danke nochmal an Frank Jammers.

Eine Antwort schreiben