… können eine ganz schön auf Trab halten.
Wir haben Wochenende, kurz vor halb elf am Abend, und ich habe es mir mit dem Laptop auf dem Sofa bequem gemacht. Gerade steht die Verbindung ins weltweite Netz, als beim Abrufen der Emails die bekannte, aber schon länger nicht mehr gehörte, Melodie aus Richtung des Meldeempfängers ertönt … wie immer zum falschen Zeitpunkt.
Der „Schleppi“ wird einer Probe seiner Flugfähigkeit auf kurzer Distanz unterzogen (Ergebnis: bei weicher Landestelle, sprich Kissen, ganz ausgezeichnet), und nach dem Sprung in die Stiefel geht es auf zum Gerätehaus. Hier wartet bereits unser erstes LF, und voll besetzt rücken wir schließlich zu dem gemeldeten Kellerbrand mit starker Rauchentwicklung aus. Es ist dabei, ganz nebenbei bemerkt, ein viel besseres Gefühl, eine komplette Besatzung hinter sich zu wissen, als nur „die Fensterplätze“ besetzt zu haben, auch wenn es einigen manchmal nicht schnell genug gehen kann … in der Ruhe liegt die Kraft.
Auf halbem Weg zur Einsatzstelle wird durch den vor uns eingetroffenen Zug bereits „brannte Altpapiertonne, Feuer schwarz“ gemeldet. Das Treppenhaus wird kontrolliert, und ein Trupp von uns wird noch für Nachlöscharbeiten unter PA eingesetzt. Nach getaner Arbeit rücken alle Kräfte zügig ab, und auf der Hauptfeuerwache tauschen wir die gebrauchten Atemschutzgeräte gegen frische.
Noch auf dem Hof bekommen wir den nächsten Einsatz, ein brennender Altkleidercontainer … *buäh!*
Nützt ja nichts, auf gehts (Müllcontainer wäre schlimmer) … Aus dem Einwurfschacht des Containers qualmt es enorm, die Lackierung im oberen Bereich wirft schon munter Blasen, und durch die Ritzen flimmern orange Flammen und Glut. Die Besatzung eines Streifenwagens steht lässig in gebührendem Abstand, und weist hilfsbereit mit dem Lichtkegel der Taschenlampe auf das Brandobjekt. (Nicht, dass man das übersehen könnte, aber trotzdem danke
… )
Auch ein paar Anwohner haben sich versammelt, und beobachten das Geschehen mit Interesse.

Innerhalb kurzer Zeit ist der Schnellangriff in Betrieb genommen, und (wieder unter Atemschutz) wird der Container von außen abgelöscht. Mit dem Bolzenschneider wird das Vorhängeschloß der Entleerungsklappe geknackt (was sich als gar nicht so einfach erweist), und im Anschluss kann auch der Inhalt, der nur im oberen Bereich brennt, endgültig gelöscht werden.
Der Geruch von verbranntem Kunststoff und verbranntem Lack hängt in der Luft und in den Klamotten des Löschtrupps. Wir füllen unseren Wassertank wieder auf und fahren erneut zur Hauptwache, um die gebrauchten Atemschutzgeräte zu tauschen.
Die beiden Einsätze haben uns zusammen ca. zwei Stunden gekostet, und nach einem Getränk im Gerätehaus sind wir wieder auf dem Heimweg.
Der zweite Einsatz hat mich mal wieder darin bestätigt, Kleiderspenden wie bisher lieber persönlich vor Ort bei der entsprechenden Ausgabestelle abzugeben, als sie in einen Sammelcontainer zu werfen ….
Abgelegt unter : Einsatz | Mit Tag(s) versehen: Altkleidercontainer, Altpapierbrand, Containerbrand, Einsatz, Feuerwehr, Kellerbrand
