Am Zug …

… oder auch nicht.

Zug in Richtung Tunnel

Die letzte Großübung, an der wir teilnehmen durften, ist noch in lebhafter Erinnerung. Wohl deshalb blickt man der nächsten, die diesmal mitten in der Nacht und in bzw. an einem Eisenbahntunnel stattfindet, relativ gelassen, aber mit leicht gemischten Gefühlen entgegen. Einige „alte Hasen“ besorgen sich jedenfalls, nach eigenem Bekunden, frisches Popcorn in ausreichender Menge …

Am „großen Tag“ versammeln sich die Einheiten der beteiligten Organisationen in den jeweiligen Bereitstellungsräumen, und harren der Dinge, die da kommen mögen. Zahlreiche Pressevertreter und Lokalpolitiker werden derweil mit einer MTF-Flotte zur „Technischen Einsatzleitung“ gefahren. Die Einsatzleitung befindet sich auf einem Parkplatz zwischen den Tunnelportalen, und bietet in einem extra aufgestellten Zelt u.a. eine umfassende Präsentation für die interessierten Besucher. Nach einer kleinen Einführung werden die Gäste an das Südportal gebracht, und die Schiedsrichter, Angehörige der Übungsleitung sowie die hauseigenen Fotografen werden auf beide Portale verteilt. Weiterlesen

Strohfeuer … letztes Kapitel

Wir erinnern uns mit gemischten Gefühlen an den Scheunenbrand vor ungefähr einem Monat, der irgendwie kein richtiges Ende fand.

Nun ist es geschafft, die Halle wurde nach einigem Hin und Her (sogar der Oberbürgermeister schaltete sich laut örtlicher Presse ein!) endlich abgerissen. Ganze Stadtteile atmen auf, und beobachten mit Genugtuung die Abrissbagger bei der Arbeit.

Die Arbeit der Fachfirma ist dabei gar nicht so einfach, schließlich müssen neben dem „Rückbau“ der einsturzgefährdeten Hallenkonstruktion auch die Unmengen an teilweise immer noch schwelendem Heu und Stroh entsorgt werden. Diese stinkenden Reste werden in große Container verladen und gut gewässert, damit eine gefahrlose Fahrt zur Müllverbrennungsanlage möglich ist.

Was das ganze Prozedere wohl kosten mag, darüber möchte man lieber nicht nachdenken.

Ein Maschinist in seiner natürlichen Umgebung …

… am großen roten Auto.

Endlich haben wir es geschafft: Die Mannschaft vom Löschzug 0 hat ihre Dienstreisen, schweren Erkältungen und dringenden Familienangelegenheiten überwiegend hinter sich gebracht, und man sitzt gemütlich bei einem Tässchen Kaffee zusammen. Schnell kommt man da natürlich auf das Thema Feuerwehr, und man lässt die letzten Einsätze nochmal Revue passieren. Irgendwann ist man soweit in der Zeit zurückgewandert, dass man beim allerersten Einsatz angelangt ist. Mensch, das war was …. beim einen ein lächerlicher brennender Papierkorb, beim nächsten ein Brand im Motorraum eines Pkw, eine Ölspur usw. Jedenfalls nichts „Großes“. Im Nachhinein ist man da froh drum, auch wenn man damals vielleicht gerne mit etwas Spektakulärerem angegeben hätte.

Inzwischen sind die Jahre ins Land gezogen, und man hat neben überwiegendem „Kleinkram“ auch ein paar „dicke Dinger“ gehabt. Manchmal auch sehr kritische Situationen, die man auf keinen Fall nochmal erleben möchte, ganz bestimmt nicht! Nachdenklich nippt die versammelte Runde am Kaffee oder zerstochert mit der Kuchengabel sein Tortenstück. Weiterlesen

Reise nach Belgien und durch die Fahrzeuggeschichte

Nach der ungeplanten Störung am Sonntagvormittag konnte doch noch der lange geplante Besuch bei der Feuerwehr Eupen im Nachbarland Belgien stattfinden.

Die belgischen Straßen wurden zum überwiegenden Teil ihrem schlechten Ruf gerecht, so dass wir bei unserer Ankunft froh waren, aussteigen zu dürfen … Knochen sortieren.

Die Veranstaltung war gut besucht, und in der mit Tischen und Bänken vollgestellten Fahrzeughalle war kaum ein freies Plätzchen zu ergattern. Neben Kaffee und Kuchen gab es selbstverständlich auch die für Belgien typischen Fritten-Gerichte mit den verschiedensten Beilagen, von Bratrolle bis hin zum Kotelett. Die Preise fanden wir mit 1,30 € pro Märkchen und z.B. 1 Märkchen für ein Stück Trockenkuchen, 2 Märkchen für ein Stück Sahnetorte etwas arg hoch – für Leute mit schmalem Geldbeutel und für Familien war da nicht viel drin. Weiterlesen

Standardeinsatz

Nach dem Einkauf Abendbrot,

ab auf die Couch, Füße hoch.

Fernseher an, Tagesschau,

anschließend zappen – schau dich schlau.

Programm ist mies, Computer an,

schöner Chat – da bleibt man dran.

Blick auf die Uhr, bloß ab ins Bett!

Kissen richten, Decke hochziehen – so ist`s nett.

Schönste Träume, mittendrin:

DILIIIE-DILIIIEHHHH … brimm

Erschreckte Blicke, wildes Fluchen,

Stiefel anziehen, Schlüssel suchen.

Dieselauto vorglühen, warten,

Lämpchen aus, Fahrzeug starten.

Konzentriert durch leere Straßen fahren,

sich dabei zur Vorsicht mahnen.

Angekommen am Gerätehaus,

unser Fahrzeug ist noch gar nicht raus.

Jacke anziehen, Gürtel greifen, Helm aufsetzen,

„Morgen!“ murmeln, Funk abfragen, Lage schätzen.

Andere sind schon vor uns da,

das ist nicht schlimm, das kennen wir ja.

Meldung „Kleinbrand, Feuer schwarz, ihr könnt nach Hause“ …

.. danke, ich brauch ganz dringend auch ´ne Pinkelpause.

Klamotten aufhängen, Liste schreiben,

noch kurz auf ´ne Cola bleiben.

Rückfahrt durch die leeren Straßen,

Auto in Garage parken.

Stiefel ausziehen, Schlüssel verlegen,

kurz ins Bad und Hände pflegen.

Zurück ins warme Schlafgemach,

Kissen richten, Decke hochziehen – wach.

Von links nach rechts, von Bauch auf Rücken,

das Einschlafen will und will nicht glücken.

Endlich ist es doch geschafft

… durch Wecker wieder aufgewacht.

Das ist doch erst Minuten her … ?

Kopf und Glieder sind ganz schwer.

Zwei Stündchen mehr Schlaf wären gut

… wofür man das alles eigentlich tut?

( …. mir war so danach.)

„Feuerwehr und mehr“ zum Anfassen

Mit Oma und dem Kinderbuggy durch das Floriansdorf

Die Woodstockfamilie verbringt ein verlängertes Wochenende bei der Oma, die sich schon seit langem ganz doll auf die gemeinsamen Tage freut. Als besondere Attraktion  hat sie einen Besuch im nahe gelegenen Floriansdorf organisiert, welches am Sonntag einen Tag der offenen Tür veranstaltet. (Den Internetauftritt finde ich eher grottenschlecht, aber wer sich das trotzdem antun möchte: Klick mich, ich bin ein Link!)

Wir fahren mit dem Auto bis an den Stadtrand, und steigen dort in den Bus – Woodstockoma ist leidenschaftliche Nutzerin des Großraumtaxis, und findet dass Woodstockkind diese Vorliebe gar nicht früh genug ebenfalls schätzen lernen kann. Aufgrund des besonderen Anlasses wird die Haltestation Floriansdorf sogar im 30-Minuten-Takt angefahren, und wir gelangen mit einem ganzen Schwung erwartungsfroher Kinder mit gespannt leuchtenden Augen sowie deren Eltern und teilweise Großeltern an unser Ziel.

Nachdem mehrere Buggyschieber und -schieberinnen sich an der Haltestelle sortiert haben, stoßen ein normaler und ein Elektro-Rolli zu unserem kleinen Pulk, und man steuert gemeinsam dem Eingang entgegen. Hier gibt es eine kleine Enttäuschung für alles, was auf Rädern unterwegs ist: Der (sicherlich sehr repräsentative) Zugang zum Dorf führt durch einen Torbogen zwischen Schlauchturm und Wagenhalle der Miniatur-Feuerwache, ist aber leider nur über eine etwas unglückliche Treppe zu erreichen. Die große breite Auffahrt zum Gelände, direkt rechts neben der Dorf-Feuerwache, ist durch ein Tor verschlossen. Etwas verunsichert gucken wir uns an, Weiterlesen

„112 – Sie retten dein Leben“

Hoffentlich retten die mich nicht im (bitte nie eintretenden) Ernstfall, sondern Profis. Ehrenamtliche Profis oder berufliche, mir egal, nur bitte die aus der neuen Daily Soap auf RTL nicht!

Aber ich bin selber Schuld, kann ich doch der Neugier nicht wiederstehen, und schalte wieder besseren Wissens pünktlich zum Sendestart die Glotze ein. Über den Schirm flimmert eine „knallbunt gemischte“ Wache, mit einer einzigen Disponentin für den ganzen Laden. Die Fahrzeuge unterliegen auf dem Weg zur Einsatzstelle einer merkwürdigen Alterung, und Einmalhandschuhe sind dem Rettungsdienstpersonal scheinbar unbekannt. Der Rest der Handlung lief irgendwie an mir vorbei, weil ich aus Verzweiflung nebenbei angefangen habe, die Zeitschriftenablage aufzuräumen …

Die Dialoge sind so gewählt, dass sie auch der durchschnittliche RTL-Zuschauer versteht, und von einer Handlung, die sich in knapp 20 Minuten Sendezeit quetschen lässt, kann man wohl nicht ernsthaft Wunder erwarten.

Mir ist vollkommen klar, dass ich als Tagesthemen- und Weltspiegel-Schauer sowie als „Fachkundiger“ nicht zur Zielgruppe gehöre, und es sich um seichte Vorabendunterhaltung handelt …. aber soooo seicht hätte ja nun auch nicht gebraucht, oder? Immerhin, ein Trost bleibt: Der Aus-Knopf am Fernseher!

Ansonsten ist hier eigentlich alles gesagt (und ich hätte es vorher lesen sollen):

Meisterwerke der Massenverblödung

Meisterwerke der Massenverblödung