Ein Maschinist in seiner natürlichen Umgebung …

… am großen roten Auto.

Endlich haben wir es geschafft: Die Mannschaft vom Löschzug 0 hat ihre Dienstreisen, schweren Erkältungen und dringenden Familienangelegenheiten überwiegend hinter sich gebracht, und man sitzt gemütlich bei einem Tässchen Kaffee zusammen. Schnell kommt man da natürlich auf das Thema Feuerwehr, und man lässt die letzten Einsätze nochmal Revue passieren. Irgendwann ist man soweit in der Zeit zurückgewandert, dass man beim allerersten Einsatz angelangt ist. Mensch, das war was …. beim einen ein lächerlicher brennender Papierkorb, beim nächsten ein Brand im Motorraum eines Pkw, eine Ölspur usw. Jedenfalls nichts „Großes“. Im Nachhinein ist man da froh drum, auch wenn man damals vielleicht gerne mit etwas Spektakulärerem angegeben hätte.

Inzwischen sind die Jahre ins Land gezogen, und man hat neben überwiegendem „Kleinkram“ auch ein paar „dicke Dinger“ gehabt. Manchmal auch sehr kritische Situationen, die man auf keinen Fall nochmal erleben möchte, ganz bestimmt nicht! Nachdenklich nippt die versammelte Runde am Kaffee oder zerstochert mit der Kuchengabel sein Tortenstück. Weiterlesen

Strohfeuer … Fortsetzung folgt

oder:  Hier riecht es verbrannt!

Vor über einer Woche war man hierzulande ja mit diesem Großbrand beschäftigt.

Nun gut, man hat sich scheinbar dafür entschieden, Feuer mit Wasser (viiieeeel Wasser) zu bekämpfen, schließlich ist man fürs Löschen da. Vielleicht war es aber auch gar nicht so geplant, und es hat sich „einfach so ergeben“ … wie auch immer sowas möglich ist. DAS sowas möglich ist, lehrt die Erfahrung.

Als Resultat liegt jetzt ein riesiger, vor sich hin qualmender Haufen Stroh mitten in der einsturzgefährdeten Ruine der ehemaligen Scheune. Ein Musterbeispiel für Holzkonstruktionen nach einem Brand, mit ganz vorzüglichen Anschauungsmöglichkeiten der verschiedenen Knotenpunkte … alles hofft sehnsüchtig darauf, dass dieses Mistding endlich in sich zusammenbrechen möge, damit man die Chance hat vernünftig an das BrandSchwelgut zu kommen, und man schweres Gerät einsetzen kann. Bagger sind ja so ein schönes Spielzeug.

Es gibt immer noch eine ständige Brandwache, welche nicht zu beneiden ist. Ob Gelegenheitsjogger, Hardcore-Spaziergänger, Nordic-Walking-Gruppe, Familienausflügler, Mountainbikefahrer, Reiter oder Hunde-Gassi-Führer … die Brandstelle ist fester Bestandteil der Routenplanung. Die Tatsache, dass das Gebäude noch steht und das Stroh immer noch dezent vor sich hin schwelt, stößt inzwischen bei den meisten Vorbeikommenden auf wenig Verständnis, und gut klingende Erklärungen fallen den (in der Regel an der Situation unschuldigen) Feuerwehrleuten auch schon bald nicht mehr ein. In der Folge wird dann auch mal das Pferd einer Reiterin als Sauerbraten tituliert …. die kommt zumindest nicht nochmal und nervt. 😦

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Reise nach Belgien und durch die Fahrzeuggeschichte

Nach der ungeplanten Störung am Sonntagvormittag konnte doch noch der lange geplante Besuch bei der Feuerwehr Eupen im Nachbarland Belgien stattfinden.

Die belgischen Straßen wurden zum überwiegenden Teil ihrem schlechten Ruf gerecht, so dass wir bei unserer Ankunft froh waren, aussteigen zu dürfen … Knochen sortieren.

Die Veranstaltung war gut besucht, und in der mit Tischen und Bänken vollgestellten Fahrzeughalle war kaum ein freies Plätzchen zu ergattern. Neben Kaffee und Kuchen gab es selbstverständlich auch die für Belgien typischen Fritten-Gerichte mit den verschiedensten Beilagen, von Bratrolle bis hin zum Kotelett. Die Preise fanden wir mit 1,30 € pro Märkchen und z.B. 1 Märkchen für ein Stück Trockenkuchen, 2 Märkchen für ein Stück Sahnetorte etwas arg hoch – für Leute mit schmalem Geldbeutel und für Familien war da nicht viel drin. Weiterlesen

Strohfeuer …

… von wegen „schnell abgebrannt“!

Am Sonntag habe ich so richtig was vor, geplant ist ein Ausflug ins benachbarte Ausland, wo eine befreundete Feuerwehr einen Tag der offenen Tür veranstaltet. Seit Tagen freue ich mich darauf, vor allem weil unser Besuchergrüppchen aus lauter netten Leuten besteht.

Nun, was soll ich sagen … eine viertel Stunde bevor der Wecker klingeln soll, spielt der Meldeempfänger seine eindringliche Melodie ab. *sic*

Am Gerätehaus angekommen fährt das erste LF gerade vom Hof, und an das zweite wird noch schnell der Schlauchanhänger (eine altertümliche Konstruktion, bestehend aus jeweils einer übereinander angeordneten B- und C-Haspel) angekuppelt. Das Einsatzstichwort lautet „brennt Scheune in voller Ausdehnung“. Inzwischen sind gleich mehrere Löschzüge nachalarmiert worden, und ebenfalls auf der Anfahrt zum Einsatzort. Nach der Funktionsprüfung des Hängers zuckeln wir hinterher.

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Standardeinsatz

Nach dem Einkauf Abendbrot,

ab auf die Couch, Füße hoch.

Fernseher an, Tagesschau,

anschließend zappen – schau dich schlau.

Programm ist mies, Computer an,

schöner Chat – da bleibt man dran.

Blick auf die Uhr, bloß ab ins Bett!

Kissen richten, Decke hochziehen – so ist`s nett.

Schönste Träume, mittendrin:

DILIIIE-DILIIIEHHHH … brimm

Erschreckte Blicke, wildes Fluchen,

Stiefel anziehen, Schlüssel suchen.

Dieselauto vorglühen, warten,

Lämpchen aus, Fahrzeug starten.

Konzentriert durch leere Straßen fahren,

sich dabei zur Vorsicht mahnen.

Angekommen am Gerätehaus,

unser Fahrzeug ist noch gar nicht raus.

Jacke anziehen, Gürtel greifen, Helm aufsetzen,

„Morgen!“ murmeln, Funk abfragen, Lage schätzen.

Andere sind schon vor uns da,

das ist nicht schlimm, das kennen wir ja.

Meldung „Kleinbrand, Feuer schwarz, ihr könnt nach Hause“ …

.. danke, ich brauch ganz dringend auch ´ne Pinkelpause.

Klamotten aufhängen, Liste schreiben,

noch kurz auf ´ne Cola bleiben.

Rückfahrt durch die leeren Straßen,

Auto in Garage parken.

Stiefel ausziehen, Schlüssel verlegen,

kurz ins Bad und Hände pflegen.

Zurück ins warme Schlafgemach,

Kissen richten, Decke hochziehen – wach.

Von links nach rechts, von Bauch auf Rücken,

das Einschlafen will und will nicht glücken.

Endlich ist es doch geschafft

… durch Wecker wieder aufgewacht.

Das ist doch erst Minuten her … ?

Kopf und Glieder sind ganz schwer.

Zwei Stündchen mehr Schlaf wären gut

… wofür man das alles eigentlich tut?

( …. mir war so danach.)

Altpapier und Altkleider …

… können eine ganz schön auf Trab halten.

Wir haben Wochenende, kurz vor halb elf am Abend, und ich habe es mir mit dem Laptop auf dem Sofa bequem gemacht. Gerade steht die Verbindung ins weltweite Netz, als beim Abrufen der Emails die bekannte, aber schon länger nicht mehr gehörte, Melodie aus Richtung des Meldeempfängers ertönt … wie immer zum falschen Zeitpunkt.

Der „Schleppi“ wird einer Probe seiner Flugfähigkeit auf kurzer Distanz unterzogen (Ergebnis: bei weicher Landestelle, sprich Kissen, ganz ausgezeichnet), und nach dem Sprung in die Stiefel geht es auf zum Gerätehaus. Hier wartet bereits unser erstes LF, und voll besetzt rücken wir schließlich zu dem gemeldeten Kellerbrand mit starker Rauchentwicklung aus. Es ist dabei, ganz nebenbei bemerkt, ein viel besseres Gefühl, eine komplette Besatzung hinter sich zu wissen, als nur „die Fensterplätze“ besetzt zu haben, auch wenn es einigen manchmal nicht schnell genug gehen kann … in der Ruhe liegt die Kraft. Weiterlesen

„Feuerwehr und mehr“ zum Anfassen

Mit Oma und dem Kinderbuggy durch das Floriansdorf

Die Woodstockfamilie verbringt ein verlängertes Wochenende bei der Oma, die sich schon seit langem ganz doll auf die gemeinsamen Tage freut. Als besondere Attraktion  hat sie einen Besuch im nahe gelegenen Floriansdorf organisiert, welches am Sonntag einen Tag der offenen Tür veranstaltet. (Den Internetauftritt finde ich eher grottenschlecht, aber wer sich das trotzdem antun möchte: Klick mich, ich bin ein Link!)

Wir fahren mit dem Auto bis an den Stadtrand, und steigen dort in den Bus – Woodstockoma ist leidenschaftliche Nutzerin des Großraumtaxis, und findet dass Woodstockkind diese Vorliebe gar nicht früh genug ebenfalls schätzen lernen kann. Aufgrund des besonderen Anlasses wird die Haltestation Floriansdorf sogar im 30-Minuten-Takt angefahren, und wir gelangen mit einem ganzen Schwung erwartungsfroher Kinder mit gespannt leuchtenden Augen sowie deren Eltern und teilweise Großeltern an unser Ziel.

Nachdem mehrere Buggyschieber und -schieberinnen sich an der Haltestelle sortiert haben, stoßen ein normaler und ein Elektro-Rolli zu unserem kleinen Pulk, und man steuert gemeinsam dem Eingang entgegen. Hier gibt es eine kleine Enttäuschung für alles, was auf Rädern unterwegs ist: Der (sicherlich sehr repräsentative) Zugang zum Dorf führt durch einen Torbogen zwischen Schlauchturm und Wagenhalle der Miniatur-Feuerwache, ist aber leider nur über eine etwas unglückliche Treppe zu erreichen. Die große breite Auffahrt zum Gelände, direkt rechts neben der Dorf-Feuerwache, ist durch ein Tor verschlossen. Etwas verunsichert gucken wir uns an, Weiterlesen